Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt Marien-Hospital Erwitte Hospital zum Hl. Geist Geseke
 
 

Pflegedienst

Ein Krankenhausaufenthalt ist ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Menschen. Das Krankenhauspersonal ist daher immer bemüht, eine Atmosphäre zu schaffen, die den vielfältigen Ängsten des Patienten in seiner besonderen Lage durch Freundlichkeit und Zuwendung entgegenwirkt. Parallel zur medizinischen Versorgung möchten wir dem kranken Menschen ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, Vertrauen schaffen, seine Hoffnungen und seinen Lebenswillen unterstützen.

Unser Anliegen im Dreifaltigkeits-Hospital ist es, diesen Erwartungen gerecht zu werden, indem das Leitbild "Die Würde des Menschen" bei all unseren pflegerischen Handlungen im Vordergrund steht. Unsere Zielsetzung als Pflegende ist es, den uns anvertrauten Patienten eine hochqualitative Versorgung und Betreuung zukommen zu lassen, selbstverständlich unter Berücksichtigung neuester pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Dabei soll die Pflegetätigkeit dem Patienten die Chance bieten, sich im Rahmen seiner vorhandenen Ressourcen selbsttätig in den medizinischen/pflegerischen und organisatorisch vorgegebenen Ablauf zu integrieren, so dass er sich als Person im christlichen Sinne angenommen fühlen kann. Verwirklichen wollen wir dieses Ziel durch die Organisationsform der Krankenpflege in kleinen überschaubaren Bereichen in Verbindung mit einem Informations- und Dokumentationssystem und gleichzeitiger guter Kooperation mit allen Bereichen im Krankenhaus.


Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

Besonders die Schwestern und Pfleger haben hier eine große Aufgabe zu erfüllen. Der Pflegedienst ist die größte Berufsgruppe im Krankenhaus und zeitlich am längsten beim Patienten tätig. Neben den Tätigkeiten am Krankenbett erfüllen die Mitarbeiter die pflegerischen Aufgaben auch außerhalb des Krankenzimmers in den Funktionsbereichen, wie im Operationssaal, in der Anästhesie, auf der Intensivstation und in den Ambulanzen.

Die Pflege ist ein Grundbedürfnis der Kranken und steht in ihrer Bedeutung gleichwertig neben Diagnostik und Therapie. Durch individuelle Pflege und psychosoziale Betreuung leistet der pflegerische Dienst einen wesentlichen Beitrag für die Gesundung und das Wohlbefinden des Patienten.

Wann aber wird Pflege zu einer wirklich menschlichen Pflege? Wenn im Mittelpunkt nicht die Technik steht - auch wenn wir selbstverständlich ohne eine hochqualifizierte Medizin nicht mehr auskommen -, sondern der Patient, der psychisch, physisch und sozial leidende Mensch, der dabei nicht nur auf Apparate, sondern vor allem auf die Menschen angewiesen ist, die ihm im Sinne christlicher Caritas ihre ganze Zuwendung schenken. Krankenpflege ist also keine sich immer wiederholende Tätigkeit, sondern ein ständig wechselnder dynamischer Beziehungsprozess.


Rund um die Uhr für Sie im Einsatz

Parallel zur medizinischen Versorgung will die patientenorientierte Pflege den Kranken überall da unterstützen, wo er alltägliche Dinge, wie Körperpflege, Waschen und Ankleiden, Bewegung und Ernährung nicht mehr ohne Hilfe erledigen kann. Sie richtet sich nach dem individuellen Maß der Hilfsbedürftigkeit und will Linderung und Erleichterung verschaffen, zugleich aber auch weitestgehend die Eigenständigkeit des Patienten erhalten und fördern. Natürlich kann dieses nicht rund um die Uhr nur ein und dieselbe Person sein. Das Pflegepersonal arbeitet im Schichtdienst, Tag und Nacht und auch an Sonn- und Feiertagen. Dabei wird die individuelle Pflegedokumentation der einzelnen Patienten beim Übergabegespräch wie ein Stafettenstab weitergegeben, so dass immer alle Mitarbeiter der Station über den aktuellen Gesundheitszustand und das Befinden ihrer Patienten informiert sind.


Führen und Leiten

Die Führung des gesamten Pflegedienstes obliegt der Pflegedienstleitung. Sie ist verantwortlich für die Pflegekonzeption, die Organisation, den Mitarbeitereinsatz und die Wirtschaftlichkeit im Pflegebereich unter Berücksichtigung der Zielsetzung des Krankenhauses. Sie ist Mitglied der Krankenhaus-Betriebsleitung und somit für das Gesamtgeschehen "Krankenhaus" mitverantwortlich. Innerhalb der einzelnen Stationen und Abteilungen wird sie durch besonders geschulte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen unterstützt.


Der Tagesablauf

Oft wird die Frage gestellt, warum der Tag im Krankenhaus so früh beginnen muss. Dabei ist zu bedenken, dass am Vormittag auf jeder Station und insbesondere auch in den zentralen Funktionsbereichen eine Fülle von Behandlungsmaßnahmen und Untersuchungen durchgeführt werden müssen. Trotzdem ist das Pflegepersonal nach Kräften bemüht, den gewohnten Tagesrhythmus der Patienten so weit wie irgend möglich beizubehalten.

Natürlich kann es auch einmal passieren, dass ein kleiner Wunsch nicht sofort erfüllt wird. Die Gesundheits- und Krankenpfleger haben ein beträchtliches Arbeitspensum zu bewältigen, sind aber trotzdem immer bemüht, ein freundliches Lächeln und ein offenes Ohr für jeden einzelnen Patienten zu haben. Auf eines aber kann man sich getrost verlassen: im Notfall ist sofort jemand zur Stelle, der hilft und tatkräftig zur Seite steht.

Für Sie als Patient ist es wichtig, dass Sie vertrauensvoll mit den Menschen reden, die Sie betreuen, denn diese müssen Ihre Wünsche und Erwartungen kennen, aber auch Ihre Sorgen und Ängste. Nur dann können sich die Schwestern und Pfleger ein Urteil über Ihr Befinden bilden und aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz Ihnen die entsprechende Hilfe und Unterstützung zukommen lassen.